Sonntag, 20. Mai 2012
 
 
Bernhardt-Inkasso Unternehmen
 

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                Wir arbeiten nicht nach Schema "F", sondern verhandeln Lösungen!
 
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Presse: IHK-Oldenburg, Ausgabe 12, 2006
Mit Frauenpower dem Schuldner auf der Spur
 
Ein Anspruch auf Bezahlung offener Rechnungen reicht oft nicht aus, um Schuldner zu veranlassen, ihre Verbindlichkeiten zu begleichen. „Den wenigen etwa 500 selbstständigen Inkasso-Büros in Deutschland gelingt es dennoch, jährlich sechs Milliarden Euro einzuziehen", so das Cloppenburger Inkasso-Unternehmen U. Bernhardt.
 
Cloppenburg. Wenn bullige Typen mit dunklen Sonnenbrillen und schwarzen Lederjacken an die Türen klopfen, hinter denen es mit der Zahlungsmoral nicht gut bestellt ist, werden säumige Schuldner schnell weich – so das Klischee, das vielfach im Fernsehen vermittelt wird, sobald von Inkasso-Unternehmen die Rede ist. Ganz anders bei Inkasso-Bernhardt: Wer die freundlichen Büros in der Bahnhofstraße 18 in Cloppenburg betritt, den erwartet freundliches Sonnengelb von Wänden und Möbeln. Auch das achtköpfige Inkasso-Team strahlt, allen voran die Chefin Ursula Bernhardt. Dazu hat sie allen Grund. Denn sie ist seit fast zehn Jahren erfolgreich für ihre Mandanten tätig. Inkasso-Unternehmen sind professionelle Dienstleister, deren Aufgabe es ist, ihrem Auftraggeber, dem Gläubiger, zu seinem Geld zu verhelfen. Sie konzentrieren sich voll und ganz auf die Beitreibung von Forderungen und sind erfahren im Umgang mit Schuldnern. Ihr Ziel ist zunächst, die Forderung zu realisieren, ohne den Weg über die Gerichte zu gehen. „Nur wenn diese kundenerhaltende Strategie nicht zum Erfolg führt, veranlasst das Inkasso-Unternehmen das gerichtliche Verfahren. Dazu nutzt es Querverbindungen zu anderen Inkasso-Unternehmen und zu Auskunfteien, um lohnende Zugriffsmöglichkeiten rechtzeitig ausschöpfen zu können“, erklärt Berhardt. Häufig ergebe sich auch ein Rückkoppelungseffekt aus der engen Zusammenarbeit mit Auskunfteien: Auch der Schuldner wisse, dass seine Kreditwürdigkeit auf dem Spiel steht. Daher sei er bemüht, seinen Verpflichtungen nachzukommen. „Schließlich will er auch weiterhin als kreditwürdig gelten“, folgert die Unternehmerin. „Leider tendiert die Gesetzgebung dazu, immer schuldnerfreundlicher zu werden“, meint Ursula Bernhardt. Gleichzeitig könnten sich insbesondere kleine und mittlere Unternehmen Außenstände immer weniger leisten. Dazu kommt, dass sich viele Betriebe aus Kostengründen davor scheuen, ihre Forderungen vor Gericht einzutreiben. Also versucht Bernhardt- Inkasso, sich in der Regel mit den säumigen Zahlern außergerichtlich zu einigen. „Denn der beste Vollstreckungstitel nützt nichts, wenn zu viel Zeit verstreicht und der Schuldner in die Insolvenz geht.“
 
 
Feingefühl ist gefragt
 
Doch allein mit Fachwissen kommt man in dem mitunter recht sensiblen Geschäft nicht weiter, sagt die Chefin. Psychologie sei im Umgang mit Menschen, die ihre Rechnungen nicht bezahlen, ganz wichtig. Nicht selten stelle sich der Schuldner entgegen dem tatsächlichen Sachverhalt vermögens- und einkommenslos dar oder sei nicht auffindbar, so Bernhardts Erfahrung. Durch intensive Recherchen gelinge es dem Inkasso-Team oft, versteckte Vermögens- und Einkommensverhältnisse aufzudecken und Schuldner aufzuspüren. Nicht selten hätten die Damen von Inkasso- Bernhardt doch noch von einem geheimen Safe oder dem Schließfach in der Bank erfahren. 1997 hat die Expertin in Sachen Forderungen ihre Zulassung erhalten, als Inkasso- Unternehmerin tätig zu sein. In 18 Jahren hat sie sich in der Forderungsabteilung einer Cloppenburger Anwaltskanzlei das Fachwissen dazu angeeignet. Dort hat sie die Vollstreckungsabteilung geleitet und sich über ständige Fortbildungen und Prüfungen mit den rechtlichen Kniffen vertraut gemacht. Ein klares Ziel vor Augen hatte Bernhardt von Anfang an. Eigentlich wollte die Mutter zweier Teenager Gerichtsvollzieherin werden. Stattdessen arbeitet sie heute für Auftraggeber aus ganz Deutschland sowie aus dem europäischen Ausland. Ihr Inkasso-Büro ist nach eigenen Angaben eines der größten im Oldenburger Land. Wert legt Ursula Bernhardt auch auf persönlichen Kontakt zum Schuldner: „Wir setzen uns mit ihm in Verbindung und verhandeln Lösungen, damit die Forderung unserer Mandanten eingezogen werden kann.“ Bernhardt arbeitet nach eigenen Angaben nicht nach Schema F, sondern verhandelt Lösungen. Sie und ihre Mitarbeiterinnen haben die Portemonnaies der überwiegend männlichen Schuldner schon oft erfolgreich geöffnet. „Als Frau in dieser Branche zu arbeiten ist jedenfalls kein Nachteil“, hat Bernhardt erlebt. Sie und ihre Mitarbeiterinnen setzen nach eigenen Angaben vielmehr auf Fachwissen und Erfahrung, um intelligente Verfahrensstrategien zu entwickeln – ganz ohne dunkle Sonnenbrille. (Thordis Gooßes)
 
 
 
Oldenburgische Wirtschaft Dezember 2006, Seite 15
 

 
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